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3-Religionen-Tour der 6. Klassen

06.03.2026
3-Religionen-Tour der 6. Klassen
Lupe

Nach dem Thema "Weltreligionen" im Unterricht Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) ging es für unsere 6. Klassen in die Praxis: 

 

Bild zur Meldung: 3-Religionen-Tour der 6. Klassen

Fotoserien


3-Religionen-Tour der 6. Klassen (06.03.2026)


Jedes Jahr führt das Projekt Respekt Coaches des Bundesjugendministeriums die 3-Religionen-Tour mit den 6. Klassen durch. Diese Tour ist damit zu einem festen Bestandteil des schulischen Lebens geworden und bildet eine erlebnisreiche Ergänzung zu der Beschäftigung mit dem Thema im Rahmen des LER-Unterrichts. 
Ziel ist es, das Verständnis für die drei monotheistischen Religionen (Islam, Judentum und Christentum) und deren gläubigen Menschen zu entwickeln, die alle durch den Stammvater Abraham/Ibrahim miteinander verbunden sind. Besonders gelingt das, wenn die Schüler:innen deren heiligen Orte besuchen und mit Menschen sprechen, die sich zu einer der drei Religionen bekennen. 
Emma, Kata und Leila haben sich bereit erklärt, über ihre Erlebnisse zu berichten: 
Ungefähr um 9:30 Uhr sind wir an der Omar Ibn Al-Khattab Moschee in Berlin angekommen. Vor der Moschee haben wir noch eine Pause gemacht. Nach der Pause sind wir in die Moschee gegangen. Der Führer hat uns alles erklärt, wie es im Islam so abläuft. Er hat uns auch gesagt, dass Mohammed der letzte Prophet ist. Im Qur‘An gibt es 25 Propheten. Das wichtigste Fest im Islam ist Id al-Adha, also das Opferfest, und al-Fitr, das Fest des Fastenbrechens. Der Begriff „Halal“ ist ein arabisches Wort und bedeutet „erlaubt“ und „rein“. „Haram“ bedeutet „nicht erlaubt“ und auch „unrein“. Das einzige, was Muslime essen dürfen ist Rind, Geflügel und reine (halal geschlachtete) Tiere. Das Tier muss über einen schnellen Schnitt durch die Halsschlagader getötet werden. Schweine sehen sie als unrein, deswegen dürfen sie sie nicht essen. Ramadan ist auch sehr wichtig für die Muslimen. Sie beten 5-mal am Tag (morgens, mittags, nachmittags, abends und nachts). Die Männer und Frauen beten dort getrennt, damit niemand sich ablenkt. Nicht jede Frau muss beim Beten ein Kopftuch tragen. Es ist aber üblich. Nicht jeder, der wie ein Moslem aussieht, ist auch ein Muslim. Die Moschee war echt schön, und ich bedanke mich bei Frau Gesk, Herrn Gesk und Herrn Schanzenbächer, die uns das ermöglicht haben. 


Danach sind wir nach Potsdam gefahren und haben die Synagoge in Potsdam besucht. Vor dem Eintritt wurden wir in Sechsergruppen aufgeteilt und auf gefährliche Gegenstände kontrolliert. Im Gebäude haben wir zuerst unsere Sachen abgelegt und wurden dann herumgeführt.
Wir haben die Dachterrasse angeschaut. Uns wurde erzählt, warum die Dachterrasse wichtig ist: In und um der Potsdamer Synagoge gibt es keine freien Flächen, wo sie Sukkot feiern könnten, und sie verwenden die Terrasse für diesen Zweck.
Wir haben uns auch den Gebetsraum angeschaut. Bevor wir den Gebetsraum betreten durften, mussten die Jungs eine Kippa aufsetzen. Für die jüdischen Männer ist es eine Pflicht, den Kopf beim Beten zu bedecken. Der Gebetsraum ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Unten sitzen die Männer und oben die Frauen. Sie dürfen auch nur getrennt beten. Das Gebetbuch des Judentum heißt Tora.
Ich fand die Synagoge sehr interessant und konnte viel über das Judentum lernen.


Zum Abschluss sind wir in die Nikolaikirche gegangen. Dort angekommen, wurden wir herzlich begrüßt. Zunächst hat die Gemeindereferentin der Kirche uns eine Geschichte über Jesus und sein Leben erzählt. Dann durften wir uns mit einem Bilderrahmen die Kirche etwas genauer angucken oder mit Knete ein Detail einfangen. Als wir damit fertig waren, durften wir erzählen, was wir alles entdeckt hatten und Fragen stellen. Danach sind wir ganz langsam durch die Kirche gegangen, um zu erkunden, was uns besonders bedeutsam ist. Die Feder, die jeder dazu bekam, sollte uns dabei helfen. Dann haben wir uns auch schon wieder verabschiedet. 
 

 
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